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No mercy Mr. Erwin
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Düsseldorf
 

Unsere heutige Gesellschaft wird hinsichtlich ihrer musikalischen Ausrichtung zunehmend geprägt von kurzfristigen Trends, eintönigen Gleichakkordrhythmen, Techno-Jüngern und Pseudo-Superstars.

 

Ganz Deutschland ist davon infiziert. Ganz Deutschland?

Nein, ein kleines Dorf an der Düssel leistet erbitterten Widerstand. So zogen im Sommer 1999 die damals 7 Furchtlosen aus, ahnungslosen Passanten das Fürchten und den Metal zu lehren. Mit Einkaufswagen, Ghettobooster, Faßbier und toller Haarverlängerung zogen wir am Rheinufer entlang, um die DeathParade in’s Leben zu rufen. Mehr dazu findet Ihr unter History: Wie alles begann.

 

Schönes Haar

Doch schon 1 Jahr später gab es Ärger, als das Ordnungsamt der Stadt Düsseldorf unseren kleinen Umzug stoppen wollte. Wir wären zu laut (klar, so ein Ghettobooster dröhnt im Umkreis von 3 km alles weg) und sollten doch das offene Feuer sofort löschen (damit meinten die unseren Grill, der im Einkaufswagen vor sich hinbrutzelte). Lest unter History: Wie alles begann wie sich unerschrockene Metaller in solch einer brenzligen Situation verhalten.

 

 

Was also konnten wir tun, um in Zukunft nicht mehr von den Ordnungshütern belästigt zu werden?

Wir gründeten den Verein zur Förderung des Kulturgutes Hardrock / Heavy Metal, kurz DeathParade e.V., der als gemeinnützig und besonders förderungswürdig anerkannt ist History: Aus Spass wird Ernst.

Übrigens, der Name DeathParade ist als ironisches Gegenstück zur Love Parade zu verstehen und steht nicht nur für die dunkle Seite des Metals, sondern auch für alle anderen Facetten dieser Mucke. Es dürfen sich also Metaller und Hardrock Fans jeglicher Couleur angesprochen fühlen.

 

 

Voller Tatendrang meldeten wir also im Jahr 2001 die DeathParade an, die wie gesagt eine Art Love Parade für Metaller werden sollte. 3 LKWs sollten mit PAs bestückt werden, um am Rheinufer entlang zu ziehen und für das richtige Rahmenprogramm zu sorgen. Wurde auch alles vom Polizeipräsidium genehmigt, bis kurz vor dem Termin ein verhängnisvolles Urteil des Bundesverfassungsgerichts uns – wie auch der Love Parade - den Status einer Demonstration absprach. Nun wären wir nur noch eine Spaßveranstaltung und waren somit auf das Wohlwollen der Stadt angewiesen.

Die Verantwortlichen zeigten sich jedoch wenig begeistert und verweigerten uns die Genehmigung.

Obwohl wir gegen die Stadt Düsseldorf daraufhin zweimal Klage erhoben, lehnte das Verwaltungsgericht unsere Klagen ab. Alle Details dazu findet Ihr unter History: DP vs. Düsseldorf

 

Protest

 

Also blieb uns nichts anderes übrig, als mehr als kurzfristig eine Demonstration im klassischen Sinne gegen die intolerante Kulturpolitik der Stadt Düsseldorf durchzuführen. Womit wir nie gerechnet hätten: trotz des Verbots der richtigen DP kamen am legendären 18. August 2001 knapp 1.000 Metaller nach Düsseldorf, um unsere Idee zu unterstützen. Jetzt erst recht, hieß die Devise. Unter History: DP vs. Düsseldorf und Reaktionen: Was sagt die Presse sind alle Einzelheiten und Fotos zu finden.

 

 Flagge zeigen vor'm Rathaus

 

 

So geschah es, daß wir seit jenem denkwürdigen Tag jedes Jahr als Demo durch die Innenstadt von Düsseldorf ziehen. Und zwar so lange, bis die Verantwortlichen uns die einzig wahre DeathParade genehmigen. Wir bleiben am Ball und hoffen weiterhin auf Euren support.