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Bis Ende Juli 2001
war die Parade komplett organisiert, die Anmeldungen übertrafen bei
weitem unsere Erwartungen und die Vorfreude war groß.
Bis uns die Polizei
mitteilte, dass die schon erteilte Demo-Genehmigung wieder aberkannt
wurde. Warum ? Nun ja, die Love Parade, die jahrelang als politische
Demo veranstaltet wurde, bekam diesen Status 2001 nicht mehr
zugesprochen, da überwiegend kommerzielle Ziele im Vordergrund
standen. Dies hätte allerdings zur Folge gehabt, dass für die Love
Parade erhebliche Mehrkosten entstanden wären. Auf dem Gerichtsweg
versuchten die Macher der Love Parade daher, den Democharakter
gerichtlich durchzusetzen. Letztendlich bekam man aber auch vor dem
Bundesverfassungsgericht nicht recht. Dummerweise war das Urteil des
Bundesverfassungsgerichts so gehalten, dass die Polizei glaubte,
dies auch auf uns anwenden zu müssen.
Gespräche mit der
Stadt Düsseldorf über eine Sondernutzung sowie anschließende
Klagen vor dem Verwaltungsgericht gegen Stadt und Polizei führten
leider nicht zum Erfolg.
So teilten uns die Verantwortlichen der Stadt
mit, daß man von oberster Stelle eine Heavy Metal-Veranstaltung in
Düsseldorf nicht wünscht. Jede nur denkbare Anstrengung wurde
seitens der Stadt unternommen, um unsere Veranstaltung zu
verhindern. Und überhaupt
würde man grundsätzlich nur „kulturelle“ Veranstaltungen
genehmigen. Die Stadt maßte sich also an, darüber zu entscheiden,
was Kultur ist und was nicht und sprach uns somit den Kulturstatus
ab. Fakt war, dass die Stadt Düsseldorf uns mit genau den
Vorurteilen entgegentrat, die wir durch die DeathParade abbauen wollten.
Wer
mehr über die Einzelheiten, die Gerichtsurteile und die teilweise irrsinnigen
Argumentationen der Stadt Düsseldorf erfahren möchte, sollte h
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klicken.
Mehr
als spannend, da uns nicht nur verboten wurde, auf privaten Wegen
der Stadt zu laufen, sondern wir auch Lärmschutzbestimmungen
verletzen würden und die langhaarigen, grölenden Zottels
womöglich Fußgänger, Radfahrer und Skater verschrecken könnten.
Zuguterletzt fürchtete man sogar um den Baumbestand an der
Rheinpromenade. Na klar, Metaller fressen nicht nur kleine Kinder
und Eisen, sondern pflügen auch Grünzeug um !
Und so kam es, daß wir daher gegen die
intolerante Kulturpolitik der Stadt Düsseldorf und der damit
verbundenen Diskriminierung der
DeathParade demonstrierten. Viel Spaß.....
2001 ON A MISSION OF METAL
Der
18.08.2001 wird wohl in die Geschichte der DEATHPARADE eingehen.
Geplant als erste richtige Parade mit LKWs
und Beschallung, früh im Jahr genehmigt und kurz vor dem geplanten
Termin verboten.
Trotz
aller dieser Schwierigkeiten erschienen am Mittag des 18.08. ca.
1000 Metalheads unter der Rhein-Knie Brücke in Düsseldorf, um
gegen die intolerante Kulturpolitik der Stadt Düsseldorf zu
protestieren.
Trotz
absolutem Musikverbot, dass uns die Polizei auferlegt hatte,
schallte aus Ghetto Blastern und Autoradios Metal verschiedenster
Stilrichtungen und – seltsamerweise –störte es niemanden.
Gegen
15.00 Uh r ging es dann über die Rheinpromenade Richtung Düsseldorfer
Altstadt.
Auf
dem Weg mussten einige Omis dran glauben, NEIN, ok., sie schienen
ein wenig erschreckt, aber die Menschenmassen schlängelten sich
problemlos an den Biergärten vorbei. Die Befürchtungen der Stadt Düsseldorf,
dass der Baumbestand der Promenade eine Parade von Langhaarigen
nicht überstehen würde, erwiesen sich als unsinnig. Irgendwie sind
Metaller scheinbar doch nicht die Neandertaler, für die sie immer
gehalten werden.
Am
Rathaus angekommen mutierte die ernsthafte Demonstration dann doch
eher zu einer riesigen Open Air Metal Party. DEATH
– DEATH - DEATH – PARADE Chöre wechselten sich mit HEAVY METAL
schalalalala ab und gaben dem Ganzen einen würdigen Rahmen.
Da
das mitgebrachte Megaphon für die Menschenmassen nicht im
geringsten ausreichte und somit niemand irgendetwas verstand, fiel
auch nicht weiter auf, dass die vorbereitete 37seitige Rede an der
Rhein Knie Brücke vergessen wurde (THAT’S METAL !?).
Leider ließ sich kein offizieller Vertreter
der Stadt Düsseldorf auf dem Rathausbalkon sehen, so dass der Stadt
mit anderen Mitteln die Meinung übermittelt wurde....

Nach der Auflösung der Demo verblieb ein Großteil
der Demonstranten noch am Rathaus, um bei Sonnenschein die letzten
Biervorräte zu genießen. Der ehrwürdige Jan Wellem wurde noch mit
einem original DEATHPARADE T -Shirt
verkleidet, DIE JAN WELLEM DIE:
Anschließend ging es dann in diverse Kneipen
in der Altstadt sowie in den TTC, wo 


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Eine Woche später haben wir unseren geliebten
Oberbürgermeister übrigens bei der Eröffnungsrede des Schadowstraßenfestes
besucht.....

DEATHPARADE
FOREVER!
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